Restaurierung / Konservierung

 

In erster Linie muss man den Unterschied zwischen Restaurierung und Konservierung bestimmen.

 

Die Hauptschritte der Konservierung sind Materialanalyse, die technische Prüfung des Objektes und Bestandserhaltung. Ziel der Konservierung ist, das das Prozeß der Schädigung angehalten oder verlangsamt wird. Der Eingriff ist teilweise irreversibel.*

 

Während des Prozesses der Restaurierung und Konservierung analysiert man das Material und die Zusammensetzung des Objektes. Grundsätzliche Forderung ist, dass man das Objekt nicht beschädigt. Z.B. ein mit Tusche bemalte Sekretaire darf man nur so reinigen, dass die Tuschezeichnung nicht beschädigt wird. Das bedeutet nicht nur, dass man vielleicht die Zeichnung abwischt – denn es kann sein, dass das Reinigunsmittel die Tusche nicht löst –, aber es kann das Holz beschädigen, verfärben. Bei Möbeln aus Kieferholz mit edleren Holzfurnier kann vorkommen, dass das Klebemittel des Furniers gelöst wird.

 

Bei der Restaurierung eines Objekts versucht man das auch esthätisch wiederherzustellen. In diesem Falle wenden wir eine der wissenschaftlich definierten und akzeptierten Methoden an.**

 

Wenn man ein Teil eines Objekts ersetzt werden muss, wenn z.B. der mittlere Teil eines Tabernakulums zerstört ist, muss man darüber im Klaren sein, welche Zusammenbau Technologien in der Zeitalter der Entstehung des Möbels angewandt wurden. Dazu ist die kontinuierliche Beschäftigung mit dem Thema nötig – und die Erfahrung, damit der Ersatz den Stil, Characteristica und Stimmung der Ära an sich trägt. Allgemein verwenden wir die Techniken, Methoden der betroffenen Zeitalter.

 

Eine Dokumentation der Restaurierungsprozesses beinhaltet Fachabbildungen mit schriftlichen Ergänzungen über die Arbeit. Dies präsentiert die während der Restaurierung angewandte Techniken, Ersetzungen. So eine Dokumentation hilft bei der späteren Konservierung oder Restaurierung weiter.

 

Erklärung

 

* Es gibt reversible und irreversible Eingriffe, was wir jetzt mit einem Beispiel über Klebstoffe gut veranschaulichen können.

 

Die Klebung mit Knochenleim kann später – auch wenn schwierig – gelöst werden. Dagegen, wenn man statt dessen zweikomponentige Epoxidharz verwendet, kann man die zusammengeklebte Teile mit keinem der heute bekannten Verfahren trennen. Wir preferieren die reversieble Eingriffe. Denn es kann sein, dass spätere Forschungen beweisen: ein bestimmter Ersatzteil (aufgrund aktuellen Kunstwissen korrekt gefertigt) sei trotzdem nicht passend. So kann man nach einer kunstgeschichtlichen Entdeckung die ersetzten Teile des Objekts ändern, wenn nötig. Das wäre bei irreversiblen Eingriffen unmöglich.

 

** Heutzutage helfen uns die Chemie- und Physikkenntnisse, die Zusammensetzung eines Materials auf dem Objekt zu bestimmen. Auf dieser Weise entscheidet man nicht zufällig über die anzuwendende Methode, oder über die originelle Fertigungstechniken des Kunststückes.